Wie wir lernen, das Leben zu explorieren, statt es kontrollieren zu wollen.
Wie gehen wir mit Unsicherheit um, wenn Lebenswege nicht mehr klar vorgezeichnet sind? Wie treffen wir Entscheidungen, ohne schon alle Antworten zu kennen? Und wie können wir eine Haltung entwickeln, die uns offener, gelassener und zufriedener durchs Leben gehen lässt?
Der kommende Gästeabend „Experimentelle Lebensphilosophie“ verbindet philosophische Perspektiven mit Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung mit einer Fähigkeit, die wir alle aus unserer Kindheit kennen: exploratives Lernen. Kinder entdecken die Welt durch Ausprobieren, Neugier und kleine Experimente. Diese natürliche Haltung verlieren wir im Erwachsenenleben oft zugunsten von Perfektionismus, Sicherheitsdenken und langfristigen Lebensplänen.
Die experimentelle Lebensphilosophie versteht das Leben als Erkenntnisprozess: Statt großer endgültiger Entscheidungen geht es um kleine Schritte, um bewusste Alltags-Experimente und um die Bereitschaft, Annahmen über sich selbst immer wieder zu überprüfen. Vorgestellt wird ein philosophischer Ansatz, der zeigt, wie Offenheit für Neues, intrinsische Motivation und eine spielerische Haltung gegenüber Unsicherheit helfen können, das eigene Leben leichter zu nehmen und dabei an Klarheit und Zufriedenheit zu gewinnen.
Der Vortrag richtet sich an Frauen, die sich für philosophische Fragen des Lebens interessieren, neue Denkimpulse suchen und Lust haben, vertraute Vorstellungen von Zukunft, Erfolg und Identität zu hinterfragen.
Ein Abend über Neugier, Lernen und die Kunst, das eigene Leben als fortlaufende Exploration zu begreifen.